Dickes Gehaltsplus bei den Kassenchefs

23. Mrz.

Nach Medienberichten haben viele Vorstände der großen gesetzlichen Krankenversicherungen seit dem vergangenen Jahr deutlich mehr Geld im Portemonnaie.

Neuer Top-Verdiener war demnach der Vorstand der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung”. Inklusive Bonus erhielt er 2008 fast 296 000 Euro. Seine Grundvergütung stieg dabei dem Bericht zufolge um 16 600 Euro. Den kräftigsten Anstieg beim Grundverdienst könne der Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Helmut Platzers, verbuchen. Es stieg um mehr als 20 000 auf 176 000 Euro. Hinzu kämen variable Gehaltsbestandteile von mehr als 45 000 Euro. Die Kassenchefs sind gesetzlich verpflichtet, ihre Vergütung inklusive Zulagen jedes Jahr im März zu veröffentlichen. Ein Blick in den Bundesanzeiger zeige, dass Klusen zwar ein besonderer, aber bei weitem kein Einzelfall sei. Die überwiegende Zahl der Kassenchefs habe sich im vergangenen Jahr zum Teil deutlich besser bezahlen lassen als noch 2007. Mit seinem Gehaltssprung habe Klusen DAK-Chef Herbert Rebscher vom ersten Platz der Gehaltsliste, verdrängt und das, obwohl Rebscher 231 354 Euro verdiente und damit etwa 7400 Euro mehr als noch 2007. Barmer-Chef Johannes Vöcking wurde 2008 dem Bericht zufolge mit rund 200 000 Euro (plus 6100 Euro) entlohnt. Er fuhr einen Dienstwagen, erhielt aber keinen Bonus.

(zänd)

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