Rauchen: Auch elektrische Zigaretten sind gesundheitsschädigend
03. Jan.
“Gesünder rauchen” verspricht die Werbung in Bezug auf elektrische Zigaretten. Doch “die benutzten Kartuschen enthalten häufig neben dem Suchtstoff Nikotin auch andere gesundheitsschädigende Substanzen”, warnte die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Elisabeth Pott.
Der über E-Zigaretten inhalierte Dampf besteht bis zu 90 Prozent aus Propylenglykol. Dieser Stoff kann kurzfristig akute Atemwegsreizungen auslösen. Völlig unbekannt ist derzeit, welche Folgen die langfristige Inhalation des Stoffes hat.
Auch krebserregende Stoffe – z. B. Nitrosamine – seien in einigen E-Zigaretten nachgewiesen worden, teilte die BZgA Bezug nehmend auf Untersuchungsergebnisse der US-amerikanischen Kontrollbehörde Food and Drug Administration mit.
“Für einen auf Dauer erfolgreichen Rauchstopp ist eine Verhaltensänderung nötig, die mit dem Konsum von E-Zigaretten aber nicht erreicht wird”, sagte BZgA-Direktorin Pott und verweist so auf den Irrglauben, dass Raucher so zu Nichtrauchern werden können.
E-Zigaretten enthalten einen elektrischen Vernebler und eine auswechselbare, mit Flüssigkeit gefüllte, Kartusche. Wenn der Raucher daran zieht, wird die Flüssigkeit verdampft und inhaliert. Nach Angaben der BZgA werden die Inhaltsstoffe bislang nur unzureichend deklariert.
Johannes Spatz vom Aktionszentrum Forum Rauchfrei in Berlin forderte daher ein Verbot der elektrischen Zigaretten. Sie müssten unverzüglich aus den Verkaufsregalen genommen werden, da sie nach dem Arzneimittelgesetz nicht zugelassen seien. Es sei eine unverantwortliche Täuschung, wenn für diese Produkte mit dem Slogan “Rauchen ohne Risiko” geworben werde, sagte Spatz.



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