Einfluss der zahnärztlichen Behandlung auf das Allgemeinbefinden

20. Mrz.

(BSMO) Die frühkindliche Karies wird in vielen Ländern bei Vorschulkindern kaum oder nur unzureichend behandelt. Dabei steigert die Behandlung kariöser Zähne bei Vorschulkindern deutlich das allgemeine Befinden und die Lebensqualität.

Karies und die damit verbundene Keimexpositionen können zu vielen Krankheitsbildern führen und die Lebensqualität deutlich reduzieren. Wissenschaftler haben festgestellt, dass bei Behandlung der Läsionen, ein Gewichtszuwachs von 1 kg im Vergleich zur Kontrollgruppe auftritt. Durch die ständigen Beschwerden essen die Kinder erfahrungsgemäß weniger. Durch die kontinuierliche Freisetzung von Interleukin–1 (Entzündungsfaktor) wird zudem die Erythropoese gestört. Daraus kann sich leichter eine chronische Anämie entwickeln. Durch häufiges Erwachen aufgrund von Beschwerden werden weniger Glukosteroide produziert. Das bedeutet eine verminderte Produktion von Wachstumshormonen. Bei diesen Kindern ist auch das Lernverhalten eingeschränkt. Die soziale interaktive Fähigkeit ist insgesamt kleiner. Werden die Kinder umfassend einer zahnärztlichen Sanierung unterzogen, verbessert sich das Wachstum und die Gewichtszunahme signifikant. Die sozialen Fähigkeiten steigen zugleich mit einem Zuwachs an sozialer Akzeptanz. Das Ergebnis dieser Untersuchung unterstreicht eindeutig den Nutzen und die Notwendigkeit einer konsequenten zahnärztlichen Rehabilitation von Vorschulkindern.

Quelle: Sheiham, A. et al.: Dental caries affects body weight, growth and quality of life in pre–school children. British Dental Journal (2006); Vol. 201; No. 10: 625–626

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