Trotz Begleiterkrankungen erfolgreich implantieren
25. Jun.
(BSMO) Osteoporose oder Diabetes stellen keine Kontraindikationen für Zahnimplantate dar. Diese Ansicht vertrat Prof. Henning Schliephake, Göttingen, auf dem 20. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Implantologie Anfang Mai 2007 in München.
Das Risiko einer Implantation bei Risikopatienten mit Osteoporose oder Diabetes sei heute kalkulierbar, so Schliephake. Die Beurteilung der Knochenqualität im Kiefer ist häufig nicht allein aufgrund der Bestimmung der Knochendichte in den Extremitäten möglich. Dies sei meist erst beim direkten Eingriff möglich. „Wir wissen aber, unter welchen Umständen wir bei Patientinnen und Patienten mit Osteoporose heute implantieren können. Wenn wir chirurgisch anders vorgehen, das Implantatlager anders aufbereiten, auf die schlechtere Knochenstruktur Rücksicht nehmen und den strukturschwachen Knochen verdichten, kann dies die Prognose deutlich verbessern”, führt Schliephake weiter aus.
Auch bei Diabetikern könne eine ähnlich hohe Therapiesicherheit erzielt werden wie bei Patienten ohne diese Begleiterkrankung. Um die in verschiedenen klinischen Studien belegten hohen Verlustraten binnen fünf Jahren möglichst gering zu halten, rät Schliephake zu einer perioperativen Antibiotikabehandlung. „Werden die Diabetiker entsprechend behandelt, sind die Resultate genau so gut wie bei Gesunden”, betont Schliephake.
Quelle: Nach Informationen des 20. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in München



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