Parodontitis: Krankheitsschwere erlaubt Aussage über Herz-Kreislauf-Erkrankungen
03. Aug.
(BSMO) Die Schwere einer bestehenden Parodontitis und die Zahl der verbleibenden Zähne können einen Hinweis auf das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen geben, wie schwedische Forscher zeigen konnten.
In den letzten 15 Jahren mehrten sich die Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen oraler Gesundheit und kardiovaskulären Erkrankungen. Eine schwedische Arbeitsgruppe hat nun untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen der Schwere einer Parodontitis bzw. der Anzahl der verbleibenden Zähne und dem Auftreten von Herzinfarkten bzw. Bluthochdruck gibt. An der Studie nahmen insgesamt 4.254 Patienten teil. Der Schweregrad der Parodontitis wurde anhand des Knochenverlustes um jeden Zahn, dem Blutungs-Index (Bleeding on Probing) und Furkationsgrad bestimmt. Die Schwere einer Parodontitis war signifikant mit dem Risiko für Bluthochdruck assoziiert. Die Prävalenz betrug 16% (p<0,0005). Die Anzahl der Taschen korrelierte mit dem Risiko für Bluthochdruck (p<0,0001). Lediglich bei den 40- bis 60-Jährigen gab es auch einen Zusammenhang mit dem Infarktrisiko. Die Zahl der verbleibenden Zähne war hingegen mit dem Myokardinfarktrisiko assoziiert (p<0,03) wirkte sich aber nicht auf das Hochdruckrisiko aus. Die Daten zeigen einmal mehr die Verknüpfung von oraler Gesundheit und kardiovaskulären Erkrankungen.
Quelle: Holmlund A. et al.: Severity of Periodontal Disease and Number of Remaining Teeth Are Related to the Prevalence of Myocardial Infarction and Hypertension in a Study Based on 4,254 Subjects. J Periodontol. 2006, 77(7):1173-1178.



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