Bei Rauchern und Diabetikern ist der Erfolg endodontischer Maßnahmen und Implantationen gefährdet
26. Apr.
(BSMO) Bei Rauchern und Diabetikern ist der Erfolg von endodontischen Maßnahmen aber auch Implantationen gefährdet. Die ergab ein Vergleich der Erfolgschancen beider Behandlungsmethoden.
Zahnverlust wird in den meisten Fällen durch Karies oder Parodontitis bedingt. Für beide Diagnosen gibt es gängige Behandlungsmethoden. Ein Erfolg kann jedoch nicht immer garantiert werden. Je nach Situation ist abzuwägen, inwiefern eine Behandlung sinnvoll ist oder ob der Zahn extrahiert werden muss. Dann kann eine Implantation indiziert sein. Auch diese birgt Erfolgsrisiken in sich.
In einer Studie der Universität Minnesota, Minneapolis, USA, wurden Erfolgschancen von Einzelzahnimplantaten mit Erfolgschancen endodontischer Behandlungen untersucht und verglichen. Zu diesem Zweck wurden 196 Einzelzahnimplantate aus den Jahren 1993 – 2002 bei 171 Patienten betrachtet. Die Patienten sollten über 18 Jahre alt sein und der chirurgische Eingriff sowie die Rekonstruktion sollten an der Universität Minnesota erfolgt sein. Es wurden sowohl zweizeitige Versorgungen als auch einzeitige Versorgungen einbezogen.
In der Endodontiegruppe lag das Mindestalter der Patienten ebenfalls bei 18 Jahren. Neben einer nichtchirurgischen Wurzelkanalbehandlung war eine konsequente postendodontische Versorgung ein Einschlusskriterium. Als erfolgreich wurde die Implantation definiert, wenn die Versorgung im genannten Zeitraum keine klinischen und keine prothetischen Defizite aufwies. Eine endodontische Behandlung war erfolgreich, wenn radiologisch keine pathologischen Veränderungen auftraten und klinische Beschwerdefreiheit gegeben war.
Die Patienten wurden nach Rauchern und nach eventuell vorhandenem Diabetes kategorisiert. Es konnte sowohl bei der Implantation als auch bei der Endodontie ein höheres Risiko bei Rauchern (statistisch signifikant) und bei Diabetespatienten (statistisch aber nicht signifikant) für ein Scheitern der Versorgung festgestellt werden. Endodontische Behandlungen wurden prognostisch riskanter, wenn eine periradikuläre Parodontitis vorlag, überfüllt wurde oder postendodontisch ein Stift appliziert wurde.
Quelle: Doyle, S. L. et al.: Factors Affecting Outcomes for Single-Tooth Implants and Endodontic Restorations. J Endod (2007); 33: 399-402



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