Implantologie: Hervorragende Akzeptanz auf Patientenseite

08. Aug.

In einer dänischen Studie zur Akzeptanz implantatprothetischer Versorgungen wurde die Zufriedenheit der Patienten bei Sofortimplantation ebenso positiv beurteilt wie bei der konventionellen verzögerten Implantation.

Funktionelle und ästhetische Aspekte der Implantatversorgung sind bereits in einigen Studien untersucht worden. Über die subjektive Akzeptanz der Patienten bezüglich des Endergebnisses sind hingegen noch relativ wenige Studien durchgeführt worden. Ein Projekt der Universität Arhus verglich jetzt die patientenbezogene Erfolgsrate implantatprothetischer Versorgungen nach unmittelbarer und verzögerter Implantation. 41 Personen, die mit Einzelzahnimplantaten der Frontzahn- oder Prämolarenregion versorgt wurden, nahmen an der Studie teil. 23 Implantate wurden 10 Tage nach Extraktion eingesetzt, weitere 23 nach 3-monatiger Heilphase. Wenn notwendig, erfolgte ein Knochenaufbau mit körpereigenem Ersatzmaterial. Das Abutment wurde 3 Monate nach Implantation eingebracht, die definitive Versorgung in Form metallkeramischer Einzelkronen nach weiteren 4 bis 6 Wochen. Die Beurteilung der Patienten wurde auf Fragebögen mittels visueller Analogskalen (VAS) festgehalten, auf denen die Zufriedenheit in Werten von 1 bis 100 ausgedrückt wurde. 90% der Befragten beurteilten den subjektiven Eindruck ihrer Versorgung mit einem Wert von 88 oder höher auf der VAS. Dabei war die Zufriedenheit mit dem äußeren Erscheinungsbild in der Gruppe der Sofortimplantate signifikant höher. Die Gesamtbehandlung wurde hingegen in der verzögerten Gruppe positiver beurteilt. Diese Differenzen lassen sich laut der Autoren durch Unterschiede in Behandlungsdauer und Verteilung der Implantat-Loci erklären. Insgesamt waren die Patienten in hohem Maße mit ihrer Versorgung zufrieden, unabhängig vom jeweiligen Behandlungskonzept.

Quelle: Schropp, L et al.: Patient experience of, and satisfaction with, delayed-immediate vs. delayed single-tooth implant placement. Clin Oral Impl Res 15, 2004; 498-503

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